Kroatien
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Informationen über Kroatien

 


Lage

Kroatien befindet sich an der Ostküste der Adria. Zur Landfläche gehört ein Teil der Dinariden und der Pannonischen Tiefebene.
Das Land liegt im geographischen Grenzraum zwischen Mittel- und Südosteuropa. In kultureller Hinsicht befand sich Kroatien stets an der Grenzlinie zwischen westeuropäischen bzw. orientalischen Einflüssen.


Grenzen

Das kroatische Staatsgebiet umfasst ca. 87.700 km², wovon 56.592 km² auf Land- und 31.067 km² auf Seeterritorium entfallen. Aufgrund der territorialen Lage von Bosnien und Herzegowina wird das Staatsgebiet Kroatiens auf einen kontinentalen Nordteil und einen langen Küstenstreifen eingeengt, die nur im Nordwesten miteinander verbunden sind. Der südlichste Teil des Küstengebietes (die Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro) wird auf einer Breite von etwa 3 km durch die zu Bosnien und Herzegowina gehörende Gemeinde Neum vom übrigen Kroatien getrennt.
Die Gesamtlänge der Landgrenzen Kroatiens beträgt 2.197 km. Davon entfallen auf die Grenze zu Slowenien 670 km, auf die Grenze zu Ungarn 329 km, auf die Grenze zu Bosnien und Herzegowina 932 km, auf die Grenze zu Serbien 241 km und auf die Grenze zu Montenegro 25 km. In der Nordadria berühren sich die kroatischen und italienischen Hoheitsgewässer, was zur Folge hat, dass Slowenien nur einen sehr kleinen Zugang zu internationalen Gewässern hat (siehe: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens). Die Länge der adriatischen Küstenlinie beträgt 1.778 km (mit Inseln 6.176 km).
Zagreb


Inseln


Kornati-Inselarchipel

Insel Hvar
Hauptartikel: Kroatische Inseln
Zu Kroatien gehören insgesamt 1.246 Inseln, von denen 47 bewohnt sind.Die größten Inseln in KroatienNr.InselFläche1.Cres405,70 km²2.Krk405,22 km²3.Brač395,44 km²4.Hvar299,66 km²5.Pag284,56 km²6.Korčula276.03 km²7.Dugi otok114,44 km²8.Mljet100,41 km²9.Vis90,26 km²10.Rab90,84 km²11.Lošinj74,68 km²


Berge


Biokovo oberhalb von Tučepi

Der Risnjak bildet zugleich einen kroatischen Nationalpark Die höchsten Berge in KroatienNr.BergspitzeHöheGebirge1.Dinara (Sinjal)1.831 mim Dinara-Gebirgea.Troglav (Bergspitze liegt in Bosnien)1.912 mim Dinara-Gebirgeb.Konj (Bergspitze liegt in Bosnien)1.856 mim Kamešnica-Gebirge2.Sveti Jure (St. Georg)1.761 mim Biokovo-Massiv3.Vaganski vrh1.751 mim Velebit-Gebirge4.Ozeblin1.657 mim Plješevica-Gebirge5.Bjelolasica-Kula1.533 mim Velika-Kapela-Gebirge6.Risnjak1.528 mim Risnjak-Gebirge7.Svilaja1.508 mim Svilaja-Gebirge8.Snježnik1.506 mim Snježnik-GebirgeInsgesamt gibt es in Kroatien 96 Gipfel, die über 1.500 m liegen


Gewässer

Umwelt und Wasserreichtum


117 Strände sind in Kroatien 2007 mit einer Blauen Flagge gekennzeichnet[3]
Kroatien gehört laut Analyse der Welternährungsorganisation zu den 30 wasserreichsten Staaten dieser Welt und nimmt europaweit den sehr hohen 3. Platz ein mit insgesamt 32.818 m⊃3; an erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr[4]. Der Weltwasserentwicklungsbericht 2005 (World Water Development Report) der Vereinten Nationen spricht von 23.890 m⊃3; an jährlich erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr.[5]
Kroatien gehört zu den wenigen Staaten mit organisierter Wasserordnungspolitik. Schon 1891 verabschiedete der Sabor ein Wasserrechtsgesetz des Königreiches von Kroatien und Slawonien, das gesetzliche Regelungen für Gewässer, Flussbetten, die Küste, die Wassernutzung, die Regulierung von Wasserflüssen, wie auch den Flutschutz, Wasserschutz, Wasserschutzvereinigungen und vieles weiteres vorsieht. Die kroatische Adria ist nach einer ADAC-Untersuchung aus dem Jahr 2006 der sauberste Teil des Mittelmeers. Im Environmental Sustainability Index der Universität Yale, welcher die Lage des Umweltschutzes in einem Staat in seiner Gesamtheit betrachtet, belegte Kroatien 2005 weltweit den 19. Platz.[6]
Die größten Städte Kroatiens (über 30.000 Einwohner)1.Zagreb779.14511.Šibenik51.553Agglomerationca. 1.200.00012.Varaždin49.0752.Split205.69413.Dubrovnik43.7703.Rijeka144.04314.Bjelovar41.8694.Osijek114.61615.Samobor36.2065.Zadar72.71816.Vinkovci35.9126.Slavonski Brod64.61217.Kaštela34.1037.Velika Gorica63.51718.Vukovar31.6708.Karlovac59.39519.Koprivnica30.9949.Pula (Pola)58.59420.Čakovec30.45510.Sisak52.23621.Đakovo30.092
Unabhängigkeitskrieg Kroatiens (1991–1995)



In der Folge eines abgehaltenen Referendums über die Unabhängigkeit Kroatiens, in dem 93,2 % der Wahlbeteiligten bei einer Wahlbeteiligung von 93,5 % für die Souveränität stimmten, erklärte Kroatien im Juni 1991 unter Franjo Tuđman seine Unabhängigkeit. Die internationale Anerkennung folgte vom 15. Januar 1992 an. Der Wechsel von der Einparteiendiktatur hin zur parlamentarischen Demokratie erfolgte ohne Zwischenfälle.

Die de facto von Serbien dominierte Jugoslawische Volksarmee versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen militärisch niederzuwerfen. Der militärische Versuch, kroatische Gebiete sowohl mit großem als auch geringem Anteil an serbischer Bevölkerung von Kroatien abzuspalten und mittelfristig an Serbien anzugliedern, mündete in dem fast vier Jahre andauerndem Kroatienkrieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 mit dem Vertrag von Dayton vom 14. Dezember 1995 endete.

Kroatien nach Erlangung der Unabhängigkeit

Im Oktober 2001 unterzeichnete Kroatien ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union.[18] Es sichert Kroatien den freien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt, verlangt aber auch umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen. Seit dem 18. Juni 2004 ist Kroatien offizieller EU-Beitrittskandat. Allerdings begannen die Beitrittsverhandlungen erst nach einem Beschluss der EU-Außenminister vom 3. Oktober 2005, da Kroatien bis dahin nach Auffassung der EU-Kommission nur mangelhaft mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal kooperiert hatte.[19]

Politik und Verwaltung

Hauptartikel: Politik in Kroatien, Regierung der Republik Kroatien

Die Verfassung vom 22. Dezember 1990 wurde Ende 2000/Anfang 2001 in wesentlichen Teilen revidiert. Somit wurde aus einem „halbpräsidialen System“ ein parlamentarisches. Die Änderungen betrafen vor allem die Kompetenzverteilung zwischen den zentralen Staatsorganen und verfolgten in erster Linie das Ziel, die Befugnisse des Staatspräsidenten auf die Regierung und (in geringerem Umfang) das Parlament zu übertragen.

Die Konzentration der politischen Macht in der Verfassung, die früher auf den Präsidenten Franjo Tuđman zugeschnitten war, wurde damit beseitigt. Allerdings behält der direkt gewählte Präsident weiterhin wichtige Kompetenzen in der Außenpolitik, im Zusammenhang mit der Regierungsbildung und den Parlamentswahlen sowie bei der Kontrolle von Militär und Nachrichtendiensten.

Am 16. Oktober 2007 wurde Kroatien für zwei Jahre als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat gewählt. Kroatien hält derzeit den Vorsitz im Südosteuropäischen Kooperationsprozess (SEKP). Der Staat strebt einen Beitritt zur Europäischen Union und zur NATO an.

Exekutive


Stjepan Mesić (Präsident)

Der kroatische Präsident gilt als Staatsoberhaupt und wird für fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Seit dem 18. Februar 2000 wird dieses Amt durch Stjepan Mesić (auch „Stipe“ Mesić genannt) ausgeübt, der am 16. Januar 2005 für eine zweite Amtsperiode gewählt wurde. Der gewählte Präsident beruft Parlamentswahlen ein und ernennt den Premierminister und die Mitglieder der Regierung.

Legislative

Das Parlament (Sabor) in Kroatien ist ein Ein-Kammer-Parlament und hat 152 Abgeordnete. Die zweite Kammer, das Haus der Gespanschaften (kroatisch: Županski Dom), wurde im März 2000 abgeschafft. Die Abgeordneten des Sabor werden durch Verhältniswahl bestimmt, bei der eine Fünf-Prozent-Klausel, bezogen auf einzelne Wahlkreise, gilt. Es gibt einen besonderen Wahlkreis für Auslandskroaten. Zusätzlich sind acht Abgeordnetensitze für nationale Minderheiten reserviert. Alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr sind wahlberechtigt. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 25. November 2007 statt. Amtierender Parlamentspräsident ist Luka Bebić (HDZ)[20].

Judikative

Der Oberste Gerichtshof Kroatiens (Vrhovni sud Republike Hrvatske) ist, ähnlich wie in Deutschland, die höchste juristische Instanz. Dessen Richter werden vom Justizausschuss des Sabor vorgeschlagen und vom staatlichen Richterrat ernannt. Außerdem gibt es ein Verfassungsgericht und mehrere Straf- und Zivilgerichte sowie Berufungsgerichte. Derzeit befindet sich das kroatische Gerichtswesen in einem grundlegenden Reform-Prozess.

Politische Parteien

Die größten Parteien Kroatiens sind die Kroatische Demokratische Union (HDZ) und die Sozialdemokratische Partei (SDP). Kleinere Parteien sind die Sozial-liberale Partei (HSLS), die Bauernpartei (HSS), die Volkspartei (HNS), die Istrische Demokratische Versammlung (IDS), die Christlich-Demokratische Union (HKDU), die slawonische Regionalpartei, die Partei des Rechts (HSP) sowie die Unabhängigen Demokraten.

Zwischen Dezember 2003 und November 2007 regierte die Kroatische Demokratische Union (HDZ) unter Premierminister Ivo Sanader mit 63 Sitzen im Parlament als stärkste Partei (mitte-rechts) und bildet zusammen mit der Kroatischen Partei der Rentner (HSU) wie auch der Selbständigen Demokratischen Serbischen Partei (SDSS) mit jeweils drei Sitzen, der Kroatischen Sozialliberalen Partei (HSLS) mit zwei Sitzen und dem Demokratischen Zentrum (DC, Abspaltung unter dem ehemaligen HDZ-Außenminister Granić, im Frühjahr 2000 gegründet) mit einem Sitz die Regierungskoalition. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 25. November 2007 statt. Nach den Parlamentswahlen 2007 bildet die HDZ gemeinsam in einer Koalition mit der HSU, der SDSS, der HSLS und der HSS die neue Regierung in Kroatien.

Landesverteidigung

Hauptartikel: Kroatische Streitkräfte

Die Kroatische Armee umfasst in ihrer Friedensstärke etwa 15.000 Soldaten. Die Anzahl der Reservisten beträgt 111.000 Soldaten, von denen sich etwa 32.360 in Bereitschaft befinden. Insgesamt stehen 856.946 Bürger Kroatiens bereit für den Verteidigungsfall. Der Wehretat der Republik Kroatien betrug 1997 etwa 1.1 Milliarden USD (1997), etwa über 5 % des Bruttosozialproduktes; 2007 soll er bei etwa 590 Millionen Euro liegen (1,81 % des BSP).

Der Oberbefehlshaber der Armee Kroatiens ist der Präsident der Republik Kroatien. Der Sabor, das kroatische Parlament, verfügt über die Kontrolle der Streitkräfte, den Wehretat und die strategische Entwicklung.

Beitritt zur NATO

Seit den 1990er Jahren strebt Kroatien eine Mitgliedschaft in der NATO an. Insbesondere die Flüchtigkeit des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ante Gotovina war dabei lange Zeit ein Hindernis. Beim Treffen des kroatischen Premierministers Ivo Sanader mit dem amerikanischen Staatspräsidenten George W. Bush am 18. Oktober 2006 versicherte letzterer sich dafür einzusetzen, dass Kroatien bereits 2008 zur NATO beitritt.

Auslandseinsätze

Kroatische Truppen sind bereits seit November 2003 Teil der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF), unter der Leitung der NATO (Bildung eines regionalen Aufbauteams für den Handel der Stadt Kunduz und Demilitarisierungsprogramme). Im Laufe des Jahres 2006 soll das Kontingent von 50 Soldaten auf 150 aufgestockt werden.

Die Kroatischen Streitkräfte werden auch zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen im Rahmen der Vereinten Nationen eingesetzt:
Nationalpark Plitvicer Seen (UNESCO-Weltnaturerbe)

Nationalparks1.Nationalpark Plitvicer Seenkroatisch Plitvička jezera (Wasserfälle), Nationalpark seit 1949, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1979, u. a. Schauplatz der Winnetou-Filme2.Nationalpark PaklenicaKlettermöglichkeiten, Karsthöhlen, Nationalpark seit 19493.Nationalpark Risnjakin der Gebirgsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka, Nationalpark seit 19534.Nationalpark MljetInsel in Süddalmatien, Nationalpark seit 19605.Nationalpark Kornatenkroatisch Kornati (Inselarchipel), geschützt seit 19646.Nationalpark Krkabei Šibenik (Wasserfälle), Nationalpark seit 1985, u. a. Schauplatz der Winnetou-Filme7.Nationalpark nördlicher VelebitVielfältige Karstphänomene, Reichtum an Flora und Fauna auf kleinstem Platz, Nationalpark seit 19998.Nationalpark Brijuniauch Brioni genannt, vor Istrien, vormalige Tito-Sommerresidenz, kleiner SafariparkNaturparks1.Naturpark Kopački ritFeuchtbiotop an der Donau2.Naturpark Papukin Mittelslawonien3.Naturpark Lonjsko poljeFeuchtbiotop an der Save4.Naturpark Medvednicader „Hausberg“ von Zagreb5.Naturpark Žumberak-Samoborsko gorjewestlich von Zagreb6.Naturpark UčkaGebirge nahe Rijeka, trennt Istrien vom übrigen Festland7.Naturpark Velebitumfasst den gesamten Gebirgszug (nördlicher Velebit und Paklenica besonders geschützt)8.Naturpark Vransko jezeroim dalmatinischen Hinterland9.Naturpark Telašćicabei den Kornaten10.Naturpark BiokovoGebirgszug in Süddalmatien